Ist das Jahr schon wieder rum? Ganz offensichtlich. Zumindest, wenn man sich am Rhythmus unseres jährlichen Wohngruppenabschlusses orientiert. Jedes Jahr im November feiert die Wohngruppe II ihren Jahresabschluss gemütlich bei Speis und Trank. Doch dieses Jahr sollte eine kleine Änderung anstehen…

Da wir die letzten Jahre stets die Gaststätte „Zur Grünen Gurke“ unsicher gemacht haben, entschieden wir uns, dass es dieses Jahr Zeit ist, woanders einzukehren.
Was das angeht, stehen einem in Wernigerode ja alle Türen offen. Und so wurde dieses Jahr unsere geliebte „Gurke“ abgelöst vom „Brauhaus“ in der Wernigeröder Innenstadt.
Ob das Brauhaus in den Augen (und verwöhnten Gaumen) unserer Bewohner der „Gurke“ das Wasser reichen konnte musste sich erst noch zeigen.

Nachdem sich alle Klienten für den Abend fertig gemacht und ihre Plätze im Bus eingenommen hatten, konnte die Fahrt losgehen.
Wir parkten etwas abseits vom Stadtkern und hatten somit noch einen kleinen Abendspaziergang vor uns. Angekommen am „Brauhaus“ stellte sich heraus, dass wir so pünktlich waren, dass wir zu den ersten Gästen gehörten, die hineingelassen wurden.
Als wir schließlich unseren Plätzen im Lokal zugewiesen wurden, studierten wir die Speisekarte. Für viele war klar, dass am „Schnitzel-Aktionstag“ natürlich ein Schnitzelgericht auf dem Tisch landen muss. Einige entschieden sich aber dennoch für die Schweinshaxe oder Knacker mit Grünkohl. Und das Beste, wir mussten nicht lange warten und der Hunger konnte schnell gestillt werden. Abgerundet haben wir das Ganze mit einem Nachtisch in Form von Eisbechern oder Kaffee.

Normalerweise endet der Tag bei vielen unserer Bewohner pünktlich nach dem Abendessen, gegen 18:30/19:00 Uhr. Umso deutlicher sah man ihnen an, dass das gute Essen auf den verdienten Verdauungsschlaf wartete. Kurz vor 20:00 Uhr verließen wir die Gaststätte und gingen zurück zu unserem Bus. Der kleine Spaziergang tat gut und war ein angenehmer Ausgleich zum zünftigen Abendessen.
Und konnte das „Brauhaus“ der „Gurke“ gerecht werden?
Ich denke: das Experiment ist geglückt.

Wie immer steht und fällt so ein Abend auch mit dem Geldbeutel und finanziellen Möglichkeiten unserer Bewohner. Deswegen wurde wieder fleißig gespart, sodass jeder an diesem Abend aus dem Vollen schöpfen konnte und nicht zu hungern brauchte.

Jetzt freuen wir uns auf die bevorstehende Weihnachtszeit und die Jahreswende.
Und dann wird es ja bald wieder Zeit sich Gedanken darüber zu machen, wohin die Reise im nächsten Jahr gehen wird.
Vielleicht ganz traditionell back to the roots zur „Grünen Gurke“?
Wieder ins „Brauhaus“? Oder doch ganz woanders hin?
Wo auch immer es hingehen wird, ich bin mir jetzt schon sicher, dass es ein gelungener Abend werden wird.

Merten Homann
Sozialarbeiter/Betreuer WGII
Wernigerode, 07.11.2016

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