Das heißt aber nicht, dass es nichts zu essen gibt. Menschen, die im Wohnheim Thomas Müntzer leben, sind seelisch behindert. Das bedeutet unter anderem, dass ihnen der ganz normale Alltag oft zu viel wird. Darum werden ihnen viele Tätigkeiten im Wohnheim abgenommen. Das wiederum heißt nicht, dass sie nun gar nichts mehr machen sollen. Die Versorgung zu den Mahlzeiten wird vom Haus angeboten und auch gern angenommen. Eine Wohngruppe versorgt sich mit Hilfe schon weitgehend selbst. Dazu gehört auch das Kochen. In den anderen Wohngruppen wird nun einmal in der Woche mit intensiver Begleitung gekocht.

Es duftete in jeder Etage anders, aber überall sehr lecker.

Es gab Lasagne mit Spinat und Lachs, Rippchen mit Porree, Hühnerkeule mit Rotkohl und Jägerschnitzel mit Blumenkohl. Die Tische waren besonders schön gedeckt und so mundete es allen sehr gut.

Aufgabe der Mitarbeiter ist es, die Bewohner wieder an Alltagstätigkeiten heranzuführen und sie weitgehend unabhängig von Hilfe zu machen. Das Essenkochen mit allem, was dazu gehört, ist für die Bewohner eine große Herausforderung. Da muss geplant und eingekauft werden. Wie lange brauchen die Kartoffeln? Wie stelle ich den Herd an? Die ständige Präsenz eines Mitarbeiters gibt die nötige Sicherheit bei Tätigkeiten, die doch gar nicht so schwer sind. Wenn nach getaner Arbeit eine so leckere Belohnung wartet, lohnt sich jede Anstrengung.

So freuen sich alle schon auf das nächste Mal, wenn es wieder heißt: Heute bleibt die Küche kalt!

Birgit Tank

Heimleiterin


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