Lebenspartner, Kinder oder andere Angehörige von pflegebedürftigen Menschen müssen irgendwann eine wichtige Entscheidung treffen: Ist ein Umzug ins Pflegeheim notwendig oder ist die Pflege zu Hausenoch möglich?

Oft fällt die Klärung dieser Frage den Pflegenden sehr schwer, da dies unweigerlich zu einer enormen Lebensveränderung führt und zu einem gewissen Abschiednehmen. Oft beeinflussen Schuldgefühle und Verantwortungsempfinden die Beantwortung dieser Frage. Verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand des zu Pflegenden sehr stark, gibt es oft keine Alternative. Häufig ist der Prozess aber auch schleichend, sodass man sich als Angehöriger an immer mehr unterstützende Maßnahmen gewöhnt und oft gar nicht merkt, dass man sein eigenes Wohlbefinden dabei vernachlässigt. Wenn dann schon Freunde und Familie oder der Hausarzt empfehlen, die Option Pflegeheim ernsthaft zu bedenken, spätestens dann sollten Sie die Frage nicht länger vor sich her schieben.

Das Pflegeheim muss zudem nicht die einzige Alternative sein, wenn Sie die häusliche Pflege allein nicht mehr bewältigen können. Je nach Gesundheitszustand des pflegebedürftigen Angehörigen kann zunächst auch eine Tagespflege zeitweise Entlastung bringen. Für viele Betroffene ist das ebenfalls angenehmer, als dauerhaft in einem Heim zu leben. Über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Pflege informieren Sie gern die Mitarbeiter der Verwaltung der GSW.

Nachfolgend einige Fragen an Sie als Pflegenden und Angehörigen, die Sie sich stellen sollten und die Einfluss auf diese wichtige Entscheidung haben sollten.

  • Muss der zu Pflegende rund um die Uhr beaufsichtigt werden?
  • Ist eine Nahrungsmittelaufnahme ohne Hilfe möglich?
  • Ist der zu Pflegende inkontinent?
  • Kann mit dem zu Pflegenden kommuniziert werden?
  • Ist eine weitere Inanspruchnahme von Leistungen durch den ambulanten Pflegedienst möglich und hilfreich?
  • Bleibt noch Zeit für Sie als Angehörige um Ihren eigenen Bedürfnissen nachzugehen?
  • Können Sie schlafen oder leiden Sie unter Schlafstörungen, die im Zusammenhang mit dem zu Pflegenden stehen?

Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder Freunden über diese Fragen und nutzen Sie unsere Beratung!

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