Eine Woche voller Begegnungen, Wissen und besonderer Momente.
Demenz mit anderen Augen sehen, miteinander ins Gespräch kommen und Verständnis schaffen: Unter diesem Gedanken stand unsere diesjährige Demenzwoche, die vom 21. bis 24. September 2026 stattfand.
Vier Tage lang widmeten wir uns gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitenden, Interessierten und zahlreichen Gästen dem Thema Demenz. Dabei wurde schnell deutlich: Demenz hat viele Facetten – und genauso vielfältig waren auch unsere Veranstaltungen.
Unser Ziel war es, Wissen zu vermitteln, Einblicke zu geben, Berührungsängste abzubauen und vor allem den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
21. September 2026 – Demenz-Parcours: Demenz mit anderen Augen sehen
Den Auftakt unserer Demenzwoche bildete unser Demenz-Parcours im Restaurant GenussMomente unter dem Motto „Demenz mit anderen Augen sehen“.
Dabei ging es nicht darum, Demenz nur theoretisch zu erklären. Vielmehr konnten die Teilnehmenden selbst erfahren, wie sich alltägliche Situationen verändern können, wenn Wahrnehmung, Orientierung und Kommunikation beeinträchtigt sind.
Durch verschiedene Stationen wurden alltägliche Herausforderungen erlebbar gemacht. Die Erfahrungen regten zum Nachdenken an und sorgten für viele Gespräche. Besonders eindrucksvoll war die Erkenntnis, wie schnell selbst einfache Aufgaben zu einer großen Herausforderung werden können.
Der Parcours lud dazu ein, die Perspektive zu wechseln und Menschen mit Demenz besser zu verstehen – mit mehr Geduld, Empathie und Verständnis.




22. September 2026 – Tag der offenen Tür in unseren Tagespflegen
Am zweiten Tag öffneten unsere Tagespflegen ihre Türen. Interessierte und Angehörige erhielten die Möglichkeit, unsere Einrichtungen kennenzulernen, sich über die Angebote zu informieren und einen authentischen Einblick in den Alltag unserer Tagesgäste zu bekommen.
Bei Rundgängen und persönlichen Gesprächen konnten Fragen gestellt und individuelle Anliegen besprochen werden. Dabei wurde deutlich, welchen wichtigen Beitrag Tagespflege leisten kann: Sie bietet älteren Menschen Gemeinschaft, Betreuung und abwechslungsreiche Tagesgestaltung und kann gleichzeitig Angehörige im Pflegealltag entlasten.
Besonders schön waren die vielen persönlichen Begegnungen und offenen Gespräche, die diesen Tag geprägt haben.
23. September 2026 – Theater, Begegnung und Einblicke in unsere Demenz-Wohnbereiche
Ein ganz besonderer Höhepunkt unserer Demenzwoche folgte am dritten Tag.
Bei unserem Tag der offenen Demenzbereiche konnten Besucherinnen und Besucher unsere Demenz-Wohnbereiche kennenlernen und einen Einblick in unseren Alltag und unsere Betreuung erhalten. Unser Fachpersonal stand für Fragen und persönliche Gespräche zur Verfügung.
Das absolute Highlight war jedoch die Aufführung des Theaterstücks „Der Fuchs, der den Verstand verlor“.
Das generationenübergreifende Theaterprojekt brachte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Bewohner unseres ambulant betreuten Wohnens und die Kinder unserer Kolleginnen gemeinsam auf die Bühne.
Die Geschichte des Fuchses, der nach und nach sein Gedächtnis verliert, berührte das Publikum und machte die Herausforderungen einer Demenzerkrankung auf besondere Weise erlebbar. Gleichzeitig vermittelte das Stück eine wichtige Botschaft: Auch wenn Fähigkeiten verloren gehen, bleiben Nähe, Menschlichkeit und Gemeinschaft.
Es wurde gelacht, geschmunzelt und nachgedacht – und manchmal auch einfach ganz still zugehört. Für alle Beteiligten war die Aufführung ein besonderer Moment und sicherlich einer der emotionalsten Höhepunkte unserer Woche.




24. September 2026 – „Basiswissen für pflegende Angehörige“
Zum Abschluss unserer Demenzwoche richtete sich unser Angebot ganz gezielt an diejenigen, die im Alltag besonders gefordert sind: pflegende Angehörige.
Bei der Schulung „Basiswissen für pflegende Angehörige“ vermittelte Frau Kotschik verständlich und einfühlsam wichtige Grundlagen rund um das Thema Demenz. Dabei ging es nicht nur um Fachwissen, sondern auch um die Frage, wie Angehörige die Veränderungen im Alltag besser verstehen und ihnen begegnen können.
Unsere Ernährungsberaterin Frau Göbel-Damrau ergänzte die Veranstaltung mit wertvollen Informationen zur Ernährung bei Demenz. Gemeinsam mit Frau Mattheis hatte sie ein praktisches Buffet vorbereitet, das die theoretischen Inhalte anschaulich und direkt erlebbar machte.
Im Anschluss blieb viel Zeit für persönliche Fragen und Gespräche mit unserem Fachpersonal. Erfahrungen wurden geteilt, Unsicherheiten angesprochen und individuelle Möglichkeiten der Unterstützung besprochen.
Eine Woche, die verbindet
Vier Tage, vier unterschiedliche Angebote – und doch hatten alle Veranstaltungen eine gemeinsame Botschaft: Demenz braucht Verständnis, Zeit, Geduld und Menschlichkeit.
Unsere Demenzwoche hat gezeigt, wie wertvoll es ist, miteinander ins Gespräch zu kommen, Wissen zu teilen und neue Perspektiven einzunehmen. Sie hat Raum geschaffen für Begegnungen, für Fragen, für persönliche Erfahrungen und auch für gemeinsame schöne Momente.
Wir möchten uns von Herzen bei allen bedanken, die diese Woche mitgestaltet und unterstützt haben: bei der Geschäftsführung, unseren Sponsoren, bei unseren engagierten Mitarbeitenden, unseren Referentinnen, den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, unseren Bewohnerinnen und Bewohnern, den kleinen und großen Schauspielerinnen und Schauspielern sowie bei allen Angehörigen, Gästen und Interessierten, die unsere Veranstaltungen besucht und mit Leben gefüllt haben.
Danke für Ihr Interesse, Ihre Offenheit und die vielen wertvollen Begegnungen.
Denn wenn wir Demenz mit anderen Augen sehen, entsteht etwas ganz Wichtiges: mehr Verständnis füreinander.