Wir bleiben in Bewegung

Für das Wohlbefinden unserer Bewohnerinnen und Bewohner, Gäste und Mitarbeitenden entwickeln wir uns stetig weiter. Hier geben wir Ihnen einen Einblick in unsere aktuellen Projekte: von Modernisierungen und Erweiterungen unserer Einrichtungen über neue und weiterentwickelte Serviceangebote bis hin zu technischen Neuerungen und Vorhaben, die unser Unternehmen nachhaltiger machen.

Ein Sinnesgarten entsteht: Wo Jung und Alt sich begegnen

Im Außenbereich des Seniorenzentrums Sankt Georg entsteht seit Mai ein Sinnesgarten, den demenzkranke Bewohner und Schüler mit geistigen Einschränkungen gemeinsam planen und gestalten. Auf Grundlage der Gartentherapie fördert das Projekt mentales und physisches Wohlbefinden und lässt zwei Generationen auf Augenhöhe Vertrauen und Begegnung erleben.

Ältere Frau in rotem Cardigan lächelt und hält gelbe Rosenblüten an einem Strauch.

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Ein Sinnesgarten entsteht: Wo Jung und Alt sich begegnen

Im geschützten Außenbereich des Johanneshof-Demenzwohnbereichs im Seniorenzentrum Sankt Georg entsteht ein Sinnesgarten. Seit Mai dieses Jahres treffen sich hier wöchentlich unsere an Demenz erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner und Schülerinnen und Schüler der Wernigeröder Liv-Ullmann-Schule, die unterschiedliche geistige Behinderungen oder Einschränkungen haben, um gemeinsam am Projekt „Wir bauen einen Sinnesgarten“ zu arbeiten. Gemeinsam planen, bepflanzen und beleben sie den Garten Woche für Woche – und schaffen dabei einen Ort, an dem beide Gruppen ganz sie selbst sein können.

Gartentherapie als Grundlage

Hinter dem Projekt steht ein therapeutischer Ansatz: Gartentherapie. Sie fördert soziales, psychisches und körperliches Wohlbefinden und erhält die Lebensqualität. Im Sinnesgarten werden gezielt alle Sinne angesprochen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Das schafft einen sicheren Raum, in dem Bewohnerinnen und Bewohner zur Ruhe kommen, sich erinnern und in Bewegung bleiben können.

Zwei Lebenswelten einander näherbringen

Ältere Menschen mit Demenz und junge Menschen mit geistigem Förderbedarf leben im Alltag oft isoliert voneinander. Beide kennen das Gefühl, dass man ihnen zu wenig zutraut oder ihnen mit Unsicherheit begegnet. Im Sinnesgarten kehrt sich dieses Bild um: Die Schülerinnen und Schüler werden zu aktiven Gestaltern und einfühlsamen Begleitern, die Seniorinnen und Senioren geben ihnen im Gegenzug durch Lebenserfahrung und Ruhe Sicherheit. Es zählt nicht, wer etwas am schnellsten kann – sondern das gemeinsame Tun.

Unsere Bewohner beim Anlegen und Genießen des entstehenden Sinnesgartens.

Gemeinschaft erleben und Vertrauen wachsen lassen

Jeden Montag zeigt sich aufs Neue, wie beide Gruppen voneinander profitieren. Die Teilnehmenden bleiben dabei keine bloßen Konsumenten: Sie gestalten den Sinnesgarten von der Planung bis zur Bepflanzung aktiv mit. Aus den gemeinsamen Stunden sind bereits viele berührende Momente gewachsen:

  • Bei der Baubesprechung wird gemeinsam auf Augenhöhe geplant und gelacht.
  • In intensiven Gesprächen erzählen die Seniorinnen und Senioren aus ihrer Kindheit, weil die gemeinsame Arbeit Erinnerungen weckt.
  • Die Schülerinnen und Schüler begegnen den Bewohnerinnen und Bewohnern sensibel und offen – gelebte Inklusion im direkten Austausch.

Das gemeinsame Gärtnern und Bauen baut soziale Barrieren ab und lässt Vertrauen zwischen den Generationen wachsen.

Gesundheit und Wohlbefinden fördern

Der Sinnesgarten wirkt sich auch auf das körperliche Wohlbefinden aus: Der Blutdruck kann sinken, Schmerzen können nachlassen, die Vitamin-D-Produktion wird angeregt. Verschiedene Texturen, Düfte, Farben und Klänge wecken Erinnerungen und fördern motorische Fähigkeiten. Das Erleben von Natur stärkt das Gemeinschaftsgefühl und aktiviert die angeborene Naturverbundenheit des Menschen – ein Effekt, der Depressionen lindern, die Konzentration fördern und die Kreativität steigern kann.

Erfahrungen festhalten und weitergeben

Jedes gemeinsame Treffen wird dokumentiert. Nach Abschluss des Projekts sollen daraus ein Erfahrungsbericht und ein praxisnaher Ratgeber für andere Pflegeeinrichtungen, Schulen und Therapeutinnen und Therapeuten entstehen. Auch unsere Gärten und Außenanlagen weiterer GSW‑Einrichtungen möchten wir künftig für gartentherapeutische Projekte nutzen, damit noch mehr Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste von diesem Ansatz profitieren.

Der Sinnesgarten am Johanneshof ist damit längst mehr als ein gärtnerisches Vorhaben: Er zeigt, wie Generationen und unterschiedliche Lebenswelten einander mit Respekt, Geduld und gegenseitiger Wertschätzung begegnen können.

Gemeinsam weiterwachsen – Pflanzen-Spendenaufruf

Das Projekt läuft derzeit in Eigenfinanzierung, deshalb sind wir auf Pflanzen-Spenden angewiesen. Im Sinnesgarten blüht und wächst es bereits, doch es gibt noch freie Flächen, die auf grünen Zuwachs warten.Jede Pflanze hilft, dass der Sinnesgarten weiterwächst – und mit ihm die wertvolle Begegnung zwischen Jung und Alt.

Haben Sie in Ihrem eigenen Garten Stauden geteilt, Ableger gezogen oder Pflanzen übrig? Unsere Seniorinnen und Senioren sowie die Schülerinnen und Schüler freuen sich über jede Spende.

Wir freuen uns besonders über:

  • Duft- und Blühstauden (z. B. Lavendel, Phlox, Sonnenhut, Fetthenne)
  • Kräuter und Beeren (z. B. Zitronenthymian, Minze, Erdbeer-Ableger, Rhabarber, Salbei)
  • Robuste Grünpflanzen und Gräser (Weinrebe, Wasserpflanzen, Gräser)

Hier können Sie Pflanzen abgeben:

Wir sind täglich für Sie da – sprechen Sie uns einfach an. Bei Fragen vorab melden Sie sich telefonisch oder per E-Mail bei uns.

Seniorenheim St. Georg
Ilsenburger Str. 9
38855 Wernigerode

Tel.: 03943 55 71 14 0
E-Mail: sankt.georg@gsw-wernigerode.de

Um- und Anbau des Hauses Plemnitzstift

Durch einen umfassenden Umbau und einen neuen Anbau im Wohnheim Plemnitzstift entsteht bis Ende 2026 ein modernes Zuhause für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Das Projekt verbessert nicht nur die Wohnqualität, sondern stärkt auch Selbstbestimmung, Privatsphäre und das Zusammenleben der Bewohner.

Historisches Backsteingebäude mit Bäumen im Vordergrund

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Um- und Anbau des Hauses Plemnitzstift – mehr Raum für ein besseres Miteinander

Im Haus Plemnitzstift und dem nebenliegenden Haus Sesto leben 29 Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung. Unser größtes Anliegen ist klar: Wir möchten allen Bewohnern ein Zuhause bieten, in dem sie sich wohlfühlen, ihren Alltag möglichst selbstbestimmt gestalten können, und sich gleichzeitig getragen fühlen von einer Gemeinschaft, die Halt gibt.

Bis Ende 2026 wird das Haus Plemnitzstift umfassend modernisiert und durch einen Anbau erweitert. Neunzig Prozent der Gesamtkosten der Baumaßnahmen in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro werden durch das Förderprogramm aus dem Corona-Sondervermögen getragen. Diese starke Unterstützung macht es möglich, das Projekt zu realisieren. Für uns und unsere Bewohner ist das ein bedeutender Schritt in die Zukunft.

Warum wir diesen Schritt gehen

Unsere Wohnsituation ist über viele Jahre gewachsen und bietet eine gute Grundlage. Gleichzeitig merken wir jedoch im Alltag immer deutlicher, wo es eng wird: Teilweise leben Bewohner noch in Doppelzimmern, Bäder werden von zwei bis drei Bewohnern gemeinsam genutzt und es fehlen passende Räume für Therapie, Gespräche und kreative Angebote. Auch Rückzugsmöglichkeiten sind begrenzt.

Besonders während der Corona-Zeit wurde uns das sehr bewusst. Abstand halten, Schutz bieten und trotzdem Nähe ermöglichen – das war oft schwer umzusetzen. Da unsere bestehenden Gebäude kaum Spielraum für Veränderungen lassen, haben wir uns entschieden, neu zu denken.

Was wir verändern

Der neue, zweistöckige Anbau wird direkt mit dem Haupthaus verbunden und schafft genau den Raum, der bisher fehlt.

Im Obergeschoss entstehen Einzelzimmer mit eigenem Bad für sechs Bewohner. Im Erdgeschoss entstehen eine Wohnküche sowie ein großer, flexibel nutzbarer Raum. Hier ist Platz für Gemeinschaft, kreative Angebote, Hobbys, Therapie und auch für vertrauliche Gespräche oder Arztbesuche.

Gleichzeitig ermöglicht der Anbau im bestehenden Haus den Umbau von Doppelzimmern zu Einzelzimmern – überwiegend mit eigenen Bädern.

Diese Veränderungen entlasten den Alltag spürbar. Termine finden künftig in dafür vorgesehenen Räumen statt und nicht mehr im eigenen Zimmer. Das schafft mehr Struktur, schützt die Privatsphäre und hilft dabei, Infektionsrisiken zu reduzieren. Für viele Bewohner fühlt sich das einfach „normaler“ an.

Ansicht des Erweiterungsbaus des Hauses Plenitzstift von Süd-Ost (Bild link) und Nord-West (Bild rechts).

Ein Blick nach vorn

Aktuell leben unsere Bewohner vorübergehend im “Alt Ilsenburger Hof” in Ilsenburg. Umso größer ist die Vorfreude auf die Rückkehr in ihr modernisiertes Zuhause.

Der Umbau und der Anbau helfen uns, Nähe und Abstand gut auszubalancieren. Unsere Bewohner bekommen mehr Raum und mehr Möglichkeiten, gemeinsam Zeit zu verbringen, eigene Interessen zu entdecken und ihren Alltag aktiv mitzugestalten.

Die bauliche Maßnahme – Umbau Wohnheim Plemnitzstift und zweigeschossiger Erweiterungsbau in Wernigerode – wurde mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

Um- und Anbau des Hauses Thomas Müntzer

Das Haus Thomas Müntzer wird bis Ende 2026 umfassend modernisiert und durch einen Anbau erweitert. Ziel ist es, Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen ein zeitgemäßes Zuhause zu bieten, das Rückzug, Sicherheit und bessere Voraussetzungen für Selbstständigkeit gleichermaßen ermöglicht.

Großes Gebäude mit Natursteinfassade und grauer Holzverkleidung

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Um- und Anbau des Hauses Thomas Müntzer – mehr Raum für Stabilität und Selbständigkeit

Im Haus Thomas Müntzer leben Menschen mit einer seelischen Behinderung. Unser Ziel ist es, ihnen ein Zuhause zu bieten, in dem sie sich geborgen fühlen, zur Ruhe kommen können und gleichzeitig in ihrer Selbstständigkeit gestärkt werden.

Bis Ende 2026 wird das Haus Thomas Müntzer umfassend modernisiert und durch einen Anbau erweitert. Neunzig Prozent der Gesamtkosten der Baumaßnahmen in Höhe von rund 7,4 Millionen Euro werden durch das Förderprogramm aus dem Corona-Sondervermögen getragen. Diese starke Unterstützung macht es möglich, das Projekt zu realisieren.

Warum wir modernisieren

Das Haus Thomas Müntzer wurde zuletzt im Jahr 1999 umgebaut und entspricht heute nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße Wohn- und Betreuungsform.

Derzeit leben 43 Bewohnerinnen und Bewohner in 27 Einzel- und 8 Doppelzimmern. Bäder werden von mehreren Personen gemeinsam genutzt. Rückzug und Ruhe sind im Alltag oft schwer umzusetzen, da räumliche Trennungen nur eingeschränkt möglich sind. Für Menschen mit psychischen Erkrankungen kann dies eine zusätzliche Belastung darstellen.

Auch hygienische Anforderungen lassen sich unter den bestehenden Bedingungen nur schwer erfüllen. Während der Corona-Pandemie wurde dies besonders deutlich, als es zu einem Ausbruch innerhalb der Einrichtung kam.

Was sich verändert

Mit dem Umbau und Neubau schaffen wir die Voraussetzungen für ein modernes, bedarfsgerechtes Wohnumfeld.

Im Haupthaus werden künftig 34 Bewohnerinnen und Bewohner leben – überwiegend in Einzelzimmern. Für fast jedes Zimmer wird ein eigenes Bad geschaffen, das direkt vom Zimmer aus zugänglich ist.

Im Neubau, der mit dem Haupthaus verbunden ist, entstehen 9 weitere Einzelzimmer mit jeweils eigenem Bad. Ergänzt wird dieser Bereich durch eine Wohnküche, Aufenthaltsmöglichkeiten sowie einen Hauswirtschaftsraum. Zudem wird ein Raum für die Tagesförderung eingerichtet.

Der Um- und Anbau ist bereits auf ein höheres Maß an Selbstständigkeit ausgerichtet und ermöglicht durch separate Abrechnungsmöglichkeiten für Strom, Wasser und Heizung eine eigenständige Haushaltsführung. Es entstehen Wohnbereiche, die an kleine Wohngemeinschaften erinnern, ein hohes Maß an Selbstbestimmung fördern und zugleich die Rolle der Bewohnerinnen und Bewohner als Mieterinnen und Mieter stärken.

3D-Modell des modernen Anbaus an das Haus Thomas Müntzer aus der Vogelperspektive (Bild links) und mit Tiefgarage (Bild rechts).

Ausblick

Mit den geplanten Maßnahmen schaffen wir die baulichen Voraussetzungen, um die Qualität unserer Betreuung nachhaltig zu verbessern. Mehr Räume für Tagesstruktur und Förderung ermöglichen es, unsere Bewohner und Bewohnerinnen in kleineren Gruppen individueller zu begleiten. Durch die Ausstattung mit WLAN erfüllt sich ein langgehegter Wunsch der Bewohner und Bewohnerinnen.

Der Umbau und der Neubau helfen uns, Stabilität, Rückzug und Gemeinschaft besser miteinander zu verbinden. Unsere Bewohner und Bewohnerinnen erhalten mehr Raum für ihre persönliche Entwicklung und können ihren Alltag zunehmend selbstbestimmt gestalten.

Die bauliche Maßnahme – Umbau, Sanierung und Erweiterungsbau – Wohnheim „Thomas Müntzer“ in Wernigerode – wurde mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

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Sollten Sie weitere Fragen zu unseren Plänen, Projekten und Ausschreibungen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.