Der Winter im Haus Plemnitzstift war in diesem Jahr von ganz besonderen kulturellen Erlebnissen geprägt, die uns nicht nur begeistert, sondern unsere Gemeinschaft spürbar bereichert und noch enger zusammengebracht haben.
Ein echter Höhepunkt war der Besuch des Schlagerkonzerts von Andy Borg in der Harzlandhalle Ilsenburg. Gemeinsam haben wir geschunkelt, geklatscht und natürlich lautstark mitgesungen. Die Musik, die fröhliche Stimmung und die vielen strahlenden Gesichter machten diesen Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ebenso bewegend war unser Ausflug ins Harztheater Halberstadt. Dort stand ein ganz besonderer Mensch auf der Bühne: Raman Gupta, der derzeit ein freiwilliges Auslandspraktikum bei uns im Haus absolviert. In der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht war er gleich in zwei Rollen zu erleben. Für uns war sofort klar: Diesen besonderen Moment möchten wir gemeinsam erleben!
Schlager, Schunkeln, gute Laune – Plemnitzstift auf musikalischer Mission!


Nach Wochen voller Vorfreude, heimlichem Mitsummen und der ein oder anderen kleinen Tanzeinlage im Zimmer, war es am 13. März 2026 endlich so weit: Schlagerstar Andy Borg machte mit seinem Programm „Schlager & Spaß“ Halt in der Harzlandhalle Ilsenburg – und wir vom Plemnitzstift waren mittendrin statt nur dabei!
Schon beim Betreten der Halle lag diese besondere Stimmung in der Luft: ein bisschen Glitzer, ganz viel Vorfreude und überall strahlende Gesichter. Gemeinsam mit seinen Gästen, der beliebten Daniela Alfinito und der stimmungsvollen Formation Die Schlagerpiloten, sorgte Andy Borg von der ersten Minute an für beste Unterhaltung.
Und was sollen wir sagen? Bei Andy Borg bekommt man genau das, was man sich wünscht – und noch ein bisschen mehr! Die größten Schlagerhits, unvergessliche Oldies und dazu eine ordentliche Portion Humor, Charme und Herzlichkeit. Es wurde geschunkelt, geklatscht und – natürlich – lautstark mitgesungen. Textsicherheit? Aber hallo! Da hätte so mancher Profi neidisch gestaunt.
Unsere bunt gemischte, bestens gelaunte Truppe aus dem Plemnitzstift verwandelte sich im Handumdrehen in einen kleinen Fanclub mit eingebauter Tanzfläche. Ob im Takt wippend, fröhlich lachend oder mit erhobenen Händen im Refrain – die Begeisterung war uns allen deutlich anzusehen. Und wer dachte, dass nach ein paar Liedern Schluss sei, der hat uns unterschätzt: Wir waren nicht zu bremsen!
Wie im Flug verging dieser wunderbare Abend, und ehe wir uns versahen, war das Konzert auch schon vorbei. Doch eines blieb: jede Menge gute Laune – und natürlich die unvermeidlichen Ohrwürmer. Noch auf dem Nachhauseweg summte, pfiff und sang es aus allen Ecken. Wer da still blieb, war vermutlich einfach nur kurz außer Atem!
Einig waren wir uns am Ende alle: Das war ein rundum gelungener Abend voller Musik, Freude und unvergesslicher Momente.
Ein ganz herzliches Dankeschön geht an unsere großartigen Begleiterinnen Susann und Jeannette, die diesen schwungvollen Ausflug möglich gemacht haben – und vermutlich auch die meiste Geduld auf dem Heimweg bewiesen haben, als wir immer noch nicht genug vom Singen hatten.
Mit einem Lächeln im Gesicht und Musik im Herzen sagen:
Jens und Klaus, Rita, Britta, Julian, Geli, Heidrun und Angie
Ein Traum aus Indien auf den Brettern von Halberstadt


Es gibt Tage, die lange im Herzen nachklingen – warm und voller besonderer Erinnerungen. Für uns, die Bewohnerinnen und Bewohner vom „Plemnitzstift“, war der 16. März 2026 genauso ein Tag. Ein Tag voller Vorfreude, Stolz, Gemeinschaft – und vor allem voller Freude über einen jungen Menschen, der seinen Traum lebt.
Schon Tage zuvor wurde bei uns viel darüber gesprochen. „Wann fahren wir los?“, „Ob wir ihn gleich erkennen?“ oder auch „Was zieht man eigentlich ins Theater an?“ – die Aufregung war überall spürbar. Denn dieser Ausflug war kein gewöhnlicher. Er führte uns ins Harztheater Halberstadt, wo ein ganz besonderer Mensch auf der Bühne stand.
Raman Gupta, 24 Jahre jung, absolviert derzeit ein freiwilliges Auslandspraktikum bei uns im Plemnitzstift. Von Anfang an hat er unsere Gemeinschaft mit seiner offenen, herzlichen Art bereichert. Mit seinem Lächeln, seiner Hilfsbereitschaft und seiner spürbaren Begeisterung für das Leben hat er sich schnell in unsere Herzen geschlichen. Doch Raman bringt noch etwas mit: eine Liebe zur Kunst, zur Bühne, zum Erzählen von Geschichten.
Aufgewachsen in Nordindien, hat er schon früh begonnen, sich kreativ auszudrücken. Mit viel Leidenschaft verfilmte er dort kleine Werke großer Dichter wie Schiller und Goethe – ein besonderer Weg, der seine Verbindung zur deutschen Kultur auf ganz eigene Weise zeigt. Und doch blieb es lange ein Traum: selbst auf der deutschen Theaterbühne zu stehen.
Im Harztheater ist dieser Traum nun Wirklichkeit geworden. In „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht steht Raman aktuell als Statist auf der Bühne – und das gleich in zwei Rollen. Für uns war sofort klar: Das lassen wir uns nicht entgehen!
Als wir schließlich im Theater saßen, umgeben von rotem Samt, leiser Erwartung und diesem ganz besonderen Knistern vor Beginn einer Aufführung, stieg die Spannung. Dann hob sich der Vorhang – und plötzlich war er da: unser Raman. Mal als namenloser Bettler, mal als Pastor Kimball, eingebettet in das lebendige Geschehen auf der Bühne.
Es dauerte nicht lange, bis wir ihn entdeckten – und dieser Moment war etwas ganz Besonderes. Ein leises Raunen ging durch unsere Reihen, Augen begannen zu strahlen, und so manch einer konnte sich ein stolzes Lächeln nicht verkneifen. Zu wissen, dass jemand, den man kennt und schätzt, dort oben steht und Teil dieses großen Ganzen ist, berührt auf eine ganz eigene Weise.
Die Aufführung selbst war ein Fest für die Sinne: tolle Kulissen, detailverliebte Kostüme und ein Ensemble, das mit Leidenschaft und Können begeisterte. Es wurde gelacht, gestaunt und gebannt verfolgt, was sich auf der Bühne abspielte. Doch für uns hatte dieser Nachmittag noch eine zusätzliche, ganz persönliche Bedeutung.
Auf der Rückfahrt wurde viel gesprochen, gelacht und erinnert. „Hast du ihn gesehen, als er…?“ – „Ja, genau da!“ – die Eindrücke wurden lebendig gehalten, immer wieder aufs Neue. Und eines war dabei ganz klar: Dieser Ausflug hat uns nicht nur kulturell bereichert, sondern auch als Gemeinschaft verbunden.
Unser herzlicher Dank gilt unseren wunderbaren Betreuerinnen Susann und Jeannette, die diesen besonderen Tag möglich gemacht und mit viel Engagement begleitet haben.
Und dir, lieber Raman: Danke. Danke für deine Offenheit, deine Herzlichkeit und deinen Mut, deinen Traum zu leben. Du hast uns gezeigt, dass Träume keine Grenzen kennen – weder geografische noch persönliche.
Dieser Tag wird uns noch lange begleiten – als Erinnerung an einen jungen Mann aus Indien, der in Halberstadt die Bühne erobert hat. Und ein kleines Stück auch unsere Herzen.
Helmut, Barbara, Günther, Sonja, Geli, Sabine und Heidrun