Wohnbereiche für Menschen mit Demenz – Orte der Geborgenheit

Menschen mit Demenz brauchen ein geschütztes Umfeld, das die Orientierung erleichtert und persönliche Gewohnheiten berücksichtigt. Unsere Demenz-Wohnbereiche schaffen Sicherheit, ohne die Freiheit zu sehr einzuschränken. Hier steht nicht die Anpassung an starre Abläufe im Mittelpunkt, sondern jeder einzelne Mensch mit seiner Lebensgeschichte und seiner Persönlichkeit

Das macht unsere Wohnbereiche für Demenz-Erkrankte besonders

Seniorin kocht in einer Gemeinschaftsküche

Geschützte Freiheit

In unseren Demenzwohnbereichen sorgen überschaubare Wege, Orientierungshilfen und geschützte Außenbereiche dafür, dass sich Bewohnerinnen und Bewohner frei bewegen können, ohne sich zu verlaufen. Wiederkehrende Farben, Symbole und Strukturen erleichtern es Ihnen, sich im täglichen Leben zurechtzufinden. Es entsteht Sicherheit, die Halt gibt und Freiheit lässt.

Ein Alltag, der sich am Menschen orientiert

Der Mensch als Individuum steht für uns immer im Mittelpunkt. Wir kombinieren flexible Pflegezeiten und Rituale mit gemeinsamen Tätigkeiten, die Erinnerungen aktivieren, und Biografiearbeit – gerne mit Unterstützung der Angehörigen.

Gemeinsames Essen von Senioren mit Betreuungsperson
Männer lesen gemeinsam Zeitung mit Betreuer
Betreuungskraft spricht mit Bewohnern

Fachliche Kompetenz für mehr Lebensqualität

Unsere Mitarbeitenden verfügen über spezielle Fachkenntnisse in der Begleitung von Menschen mit Demenz und bilden sich regelmäßig weiter. Validation, Biographiearbeit und ein sensibler Umgang mit nonverbaler Kommunikation sind feste Bestandteile unserer Arbeit. Unser gemeinsames Ziel: die Fähigkeiten unserer Bewohnerinnen und Bewohner so lange wie möglich zu erhalten.

Das sagen Angehörige unserer Bewohner…

  • „Es ist ein schwieriger Moment, wenn man erkennen muss, dass die häusliche Pflege eines geliebten Angehörigen nicht mehr möglich ist. […] Das Leben in einem Pflegeheim ist immer ein schwerer biografischer Einschnitt. Sie müssen sich […] auf die medizinischen [und] seelischen Bedürfnisse der Bewohner einstellen. Ich schätze daher jeden, der sich dieser Herausforderung annimmt. Sie helfen mit ihrer Arbeit nicht nur den Bewohnern, sondern auch den Angehörigen. Es nimmt den Druck aus der Beziehung, den die häusliche Pflegesituation bereitet hat, und gibt wieder Raum für das Wesentliche, die Liebe die man füreinander empfindet. Dafür möchte ich Ihnen danken.“

    Kathrin Baltzer, Angehörige einer Bewohnerin, Demenz-Wohnbereich Brockenblick, Seniorenzentrum Stadtfeld

Demenz-Wohnbereiche – Unsere Einrichtungen

Wir unterstützen Sie auf dem Weg zur optimalen Betreuung

Beratung

Am Anfang steht immer ein persönliches Gespräch. Gemeinsam klären wir Ihre Fragen, informieren über unsere Wohnformen sowie Wohngruppen für Demenz und besprechen, welche Unterstützung für Ihren Angehörigen sinnvoll ist. Außerdem klären wir erste Fragen zu Themen wie Pflegegrad, Antragstellung oder Finanzierung.

Frau mit Brille sitzt an ihrem Büroschreibtisch mit Computer und Unterlagen

Besichtigung

Gern laden wir Sie zu einer Besichtigung unserer Demenzwohnbereiche ein. Vor Ort können Sie sich ein Bild von den Räumlichkeiten, der Atmosphäre und dem Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner machen. So können Sie in Ruhe entscheiden, ob unsere Einrichtung zu Ihrem Angehörigen passt.

Helles Zimmer mit Bett, Sessel und Tisch mit Stuhl

Kosten

Die Kosten für einen Platz im Demenzwohnbereich setzen sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Wir beraten Sie persönlich zu allen anfallenden Kosten, möglichen Unterstützungsleistungen und Anträgen.

Hand hält Taschenrechner und Unterlagen

Häufige Fragen zu unseren Demenz-Wohnbereichen

Welche speziellen Angebote gibt es für Menschen mit Demenz?

Wir bieten in mehreren Einrichtungen spezialisierte Demenzwohnbereiche an, zum Beispiel den Wohnbereich Johanneshof im Seniorenzentrum Sankt Georg und den Bereich Brockenblick im Seniorenzentrum Stadtfeld. Diese Wohnbereiche sind räumlich, organisatorisch und personell ganz auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausgerichtet – mit überschaubaren Wegen, Orientierungshilfen und geschützten Außenbereichen. Außerdem achten wir auf homogene Gruppen, um Schamgefühlen und Konflikten vorzubeugen.

Wie ist der Alltag in den Demenzwohnbereichen gestaltet?

Der Alltag orientiert sich an den Gewohnheiten und der Lebensgeschichte der Bewohnerinnen und Bewohner. Gemeinsame Aktivitäten wie Kochen, Backen, Singen oder Bewegung fördern vorhandene Fähigkeiten und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Rituale und vertraute Abläufe geben Halt.

Sind die Demenzwohnbereiche geschlossen?

Unsere Bereiche für Wohnen mit Demenz folgen dem Prinzip der „geschützten Freiheit“. Bewohner können sich innerhalb des Bereichs und in gesicherten Garten- oder Terrassenbereichen frei bewegen, ohne sich zu verlaufen.

Kann mein Angehöriger persönliche Möbel oder Gegenstände mitbringen?

Ja, persönliche Möbelstücke und Gegenstände sind ausdrücklich willkommen. Ein eigener Sessel, Fotos oder liebgewonnene Erinnerungsstücke helfen Menschen mit Demenz, sich schneller zu Hause zu fühlen.

Wie werden Angehörige in die Betreuung einbezogen?

Die Lebensgeschichte eines Menschen ist ein wichtiger Teil unserer Betreuung. Wir beziehen Angehörige, wenn möglich, in die Biografiearbeit ein und tauschen uns regelmäßig über Bedürfnisse und Veränderungen aus. Bei Bedarf stehen wir auch für persönliche Gespräche und Beratung zur Verfügung. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich ehrenamtlich in einer unserer Einrichtungen zu engagieren. So fällt es oft leichter, loszulassen, wenn ein geliebter Mensch in ein Wohnheim einzieht. In unserer Selbsthilfegruppe können Angehörige von Menschen mit Demenz ihre Erfahrungen teilen und von anderen lernen.

Wie hoch sind die Kosten für einen Platz im Demenzwohnbereich?

Die Kosten werden von mehreren Faktoren beeinflusst, zum Beispiel von Pflegegrad, Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. Wir beraten Sie gern persönlich, auch zu Leistungen der Pflegeversicherung. 

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